Kiefergelenk oder Funktionsdiagnostik

Funktiondiagnostik - Zahnzentrum CologneKiefergelenksbeschwerden wie Kiefergelenksknacken oder Kiefergelenkschmerzen haben verschiedene Ursachen. Die genaue Diagnose von Knackgeräuschen ist meist schwierig und die Therapie meist langwierig. Da die Behandlung sehr individuell ist, versuchen wir hier nur einen sehr allgemeinen, kurzen Einblick zu geben.

Beschreibung:
Der Unterkiefer ist über ein Dreh-Gleit-Gelenk mit dem Oberkiefer verbunden. Mit diesem im Körper einmaligen Gelenk werden Dreh-und Gleitbewegungen ausgeführt.

Zahnfehlstellungen oder Zahnlücken, ebenso wie massives Knirschen oder Pressen, können zu einer Überbelastung eines oder beider Kiefergelenke führen. Eine Überbelastung macht sich meist durch Knackgeräusche bemerkbar und kann zu massiven Schmerzen führen.

Auch die Kaumuskulatur wird von unserem Körper öfters als Organ zum kontinuierlichen Stressabbau missbraucht, wobei uns dies in der Regel nicht bewusst ist. Deshalb ist die Hauptbelastung der Kiefermuskulatur durch Knirschen hauptsächlich in der Nacht vorhanden, wenn das Bewusstsein keine Kontrolle mehr über den Körper ausübt, was in den speziellen Schlaflabors, aber auch mit speziellen tragbaren Geräten nachgewiesen werden kann.

Dabei werden Kiefergelenke, die Kaumuskulatur, aber auch Zähne und Schädelknochen massiv über Nacht belastet, so dass vielfältige Überlastungsbeschwerden entstehen.

Die Gründe für das Zähneknirschen sind vielfältig. Nach der Komplementärmedizinischen Sicht sind dies Schwermetallbelastungen, Organische Toxine, Übersäuerung des Körpers, eine Toxische Darmflora, die durch oben genannte Faktoren begünstigt wird. Nahrungsunverträglichkeiten und Allergien, aber auch psychisch-mentale Faktoren wie Spannungen in Beziehung, zur Familie, sowie zur beruflichen Umfeld.

Nicht zu vergessen sind auch Erkrankungen wie multiple Sklerose, aber auch Schleudertrauma und Unfälle, die eventuell eine Fehlstellung der Wirbelsäule verursachen und deswegen auch den Biss oder die Kaumuskulatur beinträchtigen.

Hinzu kommen Reizfaktoren direkt aus dem Munde- hohe Mundströme zwischen unterschiedlichen Metallen, aber euch wurzelgefüllte oder Tote Zähne oder versteckte chronische Infekte im Kieferknochen, oder sogar eine Brücke oder Krone, die im Biss nicht passt, aber manchmal auch eine kieferorthopädische Behandlung, die den Biss verändert hat.

All diese Reizfaktoren wirken natürlich in Ihrer gesamten Summe.

Man unterscheidet in der Medizin folgende Kiefergelenksbeschwerden:
Kieferklemme: Beeinträchtigung der Mundhöhle, meist Folge einer Muskelverspannung.
Kiefersperre: Unvermögen den Mund ganz zu schließen, meist unfallbedingt.
Luxation der Kiefergelenke: Immer im Kombination mit einer Kiefersperre.
Funktionsabhängige Geräusche im Kiefergelenk: Meist bei Mundöffnung.
Funktionsschmerzen: Stechende Schmerzen ausstrahlend in Schläfen-, Wangen-oder Kieferwinkelbereich.
Unterkieferdeviation: Einseitige Abweichung des Unterkiefers bei der Mundöffnung durch gestörte Funktion eines oder beider Kiefergelenksköpfchen.

Eine schnelle symptomatische Therapie für solche Beschwerden ist eine sogenannte Aufbissschiene, mit der die nächtliche Kauaktivität eingeschränkt werden kann.

Die Behandlung solcher Schmerzen ist sehr zeitintensiv. Eine Untersuchung ist sehr zu empfehlen. Melden Sie sich, wir helfen Ihnen gerne weiter.